Beginnen wir mit einem simplen Satz, der viele an die ersten Lateinlektionen erinnern wird:
Marcus Corneliam in horto videt.
wenn aber nicht ein Nomen das Objekt zu einem transitiven AcI-Verb bildet, sondern eine ganze Aussage, handelt es sich um einen Objektsatz (im Dt. ‘dass’), der im (klassischen) Lateinischen mit Nomen im Akkusativ plus Infinitiv ausgedrückt wird.
Marcus Corneliam in horto esse videt.
Dies geht nun nicht nur bei den Verben der sinnlichen Wahrnehmung
Marcus Corneliam in horto esse dixit.
und zudem gibt es im Lateinischen sechs Infinitive (siehe Tabelle), dreimal aktiv
Präsens/Gleichzeitigkeit: Marcus Corneliam canes in horto videre dixit.
Perfekt/Vorzeitigkeit: Marcus Corneliam canes in horto vidisse dixit.
Futur/Nachzeitigkeit: Marcus Corneliam canes in horto visuram (esse) dixit.
und dreimal passiv
Präsens/Gleichzeitigkeit: Marcus canes in horto videri dixit.
Perfekt/Vorzeitigkeit: Marcus canes in horto visos (esse) dixit.
Futur/Nachzeitigkeit: Marcus canes in horto visum iri dixit.
schwieriger wird es, wenn ein Aci von einem weiteren abhängt.
Marcus Corneliam canes in hortum currere vidisse dixit.
oder wenn wir uns nun von den Lehrbuchsätzen abwenden:
schwierig auch, wenn der Akkusativ im Aci fehlt: